Vitiligo

 

Vitiligo - Ursachen und Auslöser 

 

Über die vermutlichen, unterschiedlichen möglichen Ursachen der Vitiligo haben Sie im Verlauf Ihrer Erkrankung von verschiedenen Seiten, z.B. durch Ihren Hautarzt wahrscheinlich schon einiges gehört.
Ob Ihnen aber auch ein schlüssiges Behandlungskonzept zur "Bekämpfung" dieser "Ursachen" angeboten/empfohlen wurde, ist eine andere Frage.

Hier noch einmal das, was als Ursachen/Auslöser einer Vitiligo an Vermutungen kursiert:

 1. Genetische Ursache
2. Autoimmunprozeß
3. Neuro-cutane Entkoppelung
4. NeurogeneToxinwirkung
5. Traumatische Schädigung, zum Beispiel nach starkem Sonnenbrand, Verletzungen
6. Oxidativer Stress    
7.Hormonelle Disposition (Schwangerschaft?)
   

zu 1. Genetische Ursache der Vitiligo

Eine genetische Disposition in einer großen Anzahl von Fällen ist anzunehmen, da die Vitiligo häufig familiär auftritt. Da dieses familiäre Auftreten aber nicht zwangsläufig zur Vitiligo-Erkrankung vieler Familienmitglieder führt, wird angenommen, daß mehrere Erbfaktoren gleichzeitig in Kombination an die Nachkommen weitergegeben werden müssen, um das Bild der Vitiligo phänotypisch zu erzeugen, was aber nicht immer vollständig geschieht. Möglicherweise spielen bestimmte Lebensumstände zusätzlich zu dieser genetischen Disposition als auslösende Faktoren eine Rolle.

zu 2. Vitiligo als Autoimmunkrankheit

Die Vitiligo wird häufig in Kombination mit einer bestimmten Schilddrüsenerkrankung beobachtet, nämlich der Hashimoto Thyreoiditis, die eine Autoimmunerkrankung ist. Eine Autoimmunerkrankung ist eine solche, bei der vereinfacht ausgedrückt, das Immunsystem körpereigene, Gewebe angreift und diese schädigt, möglicherweise aber auch nur bestimmte Enzyme schädigt und diese unwirksam werden läßt. Auch bei der Vitiligo wird ein autoimmunologischer Prozess angenommen. Ob aber zwischen den jeweiligen Symptomen - Vitiligo und Tyreoiditis - ein mechanistischer oder ursächlicher Zusammenhang besteht, ist nicht bekannt.

Zu 3. Neuro-cutane Entkoppelung bei Vitiligo

Die Vitiligo wird gelegentlich auch bei Menschen gesehen, die an degenerativen Nervenerkrankung leiden.

Zu 4. Neurogene Toxinwirkung bei Vitiligo

Möglicherweise kann es nach intensivem oder länger andauerndem Streß zur Ausschüttung von Toxinen (Giftstoffen) kommen, die vom Nervengewebe ausgehen könnten und die zur Zerstörung von Melanozyten führen. Man vermutet dies, da die Vitiligo (wie auch eine Reihe anderer Hauterkrankungen wie Psoriasis, Neurodermitis) gelegentlich nach psychischem Stress sich verschlechtert oder überhaupt erstmals auftritt. Interessante Beobachtung in diesem Zusammenhang: schnelles Ergrauen der Haare bei heftigem Kummer; "Er ist über Nacht grau geworden". (Anmerkung: Denkbar wäre auch, dass bei Stress vermehrt Phenylalanin zur Erzeugung des Stresshormons Adrenalin verbraucht wird, was zur Folge hätte, dass nicht mehr ausreichend Phenylalanin zur Erzeugung von Melanin zur Verfügung steht.)

zu 5. und 6. Traumatische Schädigung, zum Beispiel nach starkem Sonnenbrand, Verletzung. Oxidativer Stress

Manchmal wird berichtet, dass erste Symptome der Vitiligo nach starkem Sonnenbrand auftraten, oder nach anderen Hautschädigungen z. B. an exponierten Hautarealen wie den Knien, den Ellbogen nach Hautabschürfungen oder nach operativen Eingriffen an der Haut. Bei Traumata aller Art, insbesondere auch bei Sonnenbrand und bei chemischer Schädigung der Haut spielt das sekundäre Auftreten freier Radikale im Hautgewebe eine Rolle. Überschießendes Auftreten freier Radikale führt zur Zerstörung von Membranen, Zellorganellen ev. auch zu Chromosomenschäden.

Zu 7. Hormonelle Disposition bei Vitiligo (Schwangerschaft?)

Häufig tritt die Vitiligo entweder erstmals bei einer Schwangerschaft auf (das kann die erste Schwangerschaft sein aber auch eine spätere Schwangerschaft), oder sie verstärkt sich noch deutlich, wenn sie zuvor schon bestand.

Eine gute und schlüssige Erklärung gibt es dafür nicht. Man kann spekulieren: Hormonelle Sondersituation, "Ausbeutung" des mütterlichen Organismus zugunsten des Kindes im Mutterleib? Dies führt auch zu der Frage im nächsten abschließenden Abschnitt:

Könnte es noch andere Ursachen oder auslösende Faktoren für die Vitiligo geben?

Wir vermuten, daß es neben diesen genannten Mechanismen noch eine Reihe weiterer Mechanismen geben könnte. Auffällig ist nämlich auch, daß die Vitiligo häufiger nach Schwangerschaften (Hormontheorie) und nach erschöpfenden Erkrankungen auftritt. In anderen Fällen schien das Auftreten der Vitiligo auch in Zusammenhang mit einer schwachen Verdauungsleistung zu stehen, sodaß möglicherweise auch ein Mangel an bestimmten Nährstoffen als Ursache in Frage kommt. (Es gibt eine kleine Statistik, die besagt, dass nach Unterstützung einer schwachen Verdauungsleistung des Verdauungstraktes, die Vitiligo sich besserte.) Dazu würde passen, dass eine schwache Schilddrüsenhormonproduktion (wenn nicht eine Hashimoto Tyreoiditis die Ursache dafür ist) und niedriger Blutdruck häufig mit Vitiligo einhergehen. Beide Hormone, das Schilddrüsenhormon und das den Blutdruck beeinflussende Adrenalin aber werden aus der gleichen Substanz gebildet, wie das Melanin, nämlich dem Phenylalanin (bzw. dem Tyrosin), dessen ausreichende Aufnahme aus der Nahrung Grundvoraussetzung für die Bildung von Melanin ist.                                                           

Warum reagieren manche Patienten auf gewisse Therapiekonzepte und manche nicht?

Insgesamt erscheinen somit die möglichen Ursachen für die Vitiligo recht uneinheitlich, wenn man von den Fällen der genetischen Disposition einmal absieht.

Besonders auffällig erschien uns, aber unter diesen Umständen nicht verwunderlich, daß alle bekannten therapeutischen Maßnahmen zur Behandlung der Vitiligo zwar bestimmte statistischen Erfolgsquoten aufweisen, diese prozentualen Behandlungserfolge aber niedrig liegen, so daß man sich die Frage stellen muß, warum jeweils eine bestimmte Anzahl an Patienten günstig auf die jeweilige Vitiligo Therapie reagiert und andere wiederum gar nicht.

Da es, außer bei einer offensichtlich genetisch bedingten Vitiligo, im Einzelfalle schwer ist, die Vitiligo einer Autoimmunerkrankung, einer degenerativen Nervenerkrankung, dem Stress (den ja viele erleiden, ohne eine Vitiligo zu bekommen) oder einem der anderen Ursachenfaktoren zuzuordnen, gelingt es selten, das jeweils möglicherweise passende Behandlungskonzept von vornherein zielsicher zu planen.

Wie werden die verschiedenen Ursachen der Vitiligo in der „Schulmedizin“ gewöhnlich behandelt und mit welchen Nachteilen ist dabei zu rechnen?

Autoimmunerkrankungen werden gewöhnlich mit Kortikoiden (Kortison) oder immunsuppressiv wirkenden Substanzen behandelt. Behandlungserfolge mit solchen Mitteln auch bei Vitiligo sind berichtet worden. Allerdings ist die Hinnahme der möglichen Nebenwirkungen einer solchen Therapie nicht mehr gerechtfertigt, wenn eine Autoimmunerkrankungen als Ursache nur vage angenommen werden kann, also nicht mit Sicherheit vorliegt.

Degenerative Nervenerkrankungen sind schwer zu diagnostizierten, es sei denn, sie sind schwerwiegend. Dies ist aber bei der Vitiligo eher selten der Fall. Für die Therapie solcher Erkrankungen stehen ohnedies (der Schulmedizin) kaum Medikamente zur Verfügung, wenn es darum geht, degenerative Nervenerkrankungen reversibel (rückbildend) zu beeinflussen.

Was die Vitiligo als Folge von Hautschädigungen betrifft, so ist kaum mit therapeutischen Ideen zu rechnen, wenn man von der Transplantation von Melanozyten (Melanin erzeugenden Zellen) einmal absieht.

Überdies konnten wir beobachten, daß eine Hautschädigung zwar lokal zur Ausprägung einer Vitiligo führen kann, aber eben nicht stationär im Bereich der Schädigung beschränkt bleibt, sondern sich nach einiger Zeit auch häufig an Hautstellen zeigt, die sicherlich nicht traumatisch geschädigt worden sind.

Was die verminderte Nährstoffaufnahme als Ursache betrifft, so wären die entsprechenden Defizite an essentiellen Nährstoffen zwar leicht zu beheben, aber Mediziner sind heute noch schwer davon zu überzeugen, daß Mikronährstoffmängel in unserer überernährten Gesellschaft eine Rolle spielen könnten. Wir sind hier anderer Überzeugung.

Überdies haben wir Gründe nach der Frage der optimalen Versorgung mit Mikronährstoffen (essentiellen oder nicht essentiellen) zu unterscheiden zwichen Zuständen eines "objektiven" Mangels an solchen Stoffen (im Vrgleich zur "Norm") und einem möglichen "relativen" Mangel in Relation zum subjektiven Bedarf eines Individuums bezüglicher seiner vielleicht von der Norm abweichenden "biochemischen Individualität". Eine solche Unterscheidung kennt die Schulmedizin nicht. Sie ist aber eine wichtiges Kriterium für die Orthomolekularmedzin.

Die Bekämpfung von Oxidativem Stress bzw. überschießender Radikalenbelastung ist zwar mit Mitteln möglich, die praktisch frei von Nebenwirkungen sind, aber auch hier ist die etablierte Medizin noch schwer davon zu überzeugen, dass diese Ursache generell eine größere Rolle spielen könnte und der Beweis für diese Ursache ist im Einzellfall nur schwer zu führen.  


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